Welcher Hundetrainer / welche Hundeschule ist die "Richtige"?

Bei meinen Erstberatungen erfahre ich auch immer, ob der Kunde schon Hundeschulerfahrung hat oder nicht.

Oft ist das ja der Fall, der Kunde war irgendwann nicht mehr zufrieden und suchte sich eine "neue " Hundeschule.

 

Ich frage dann immer: " Wie wurde denn in der anderen Hundeschule gearbeitet? Wie war der Ansatz?"

...und blicke ganz oft in ratlose Gesichter.

 

Ich versuche dann, Beispiele zu geben:

Wurde rein positiv gearbeitet, das heisst, wurde dein Hund für erwünschtes Verhalten gelobt (mit Leckerchen,

Stimme, Spiel...), oder/und wurde unerwünschtes Verhalten ignoriert?

 

Oder wurde mit Druck, Anschreien, evtl. sogar Schmerzen gearbeitet, um ein erwünschtes Verhalten zu erzielen

oder unerwünschtes abzustellen?

 

Oder wurde sowohl positiv als auch mit Grenzen gearbeitet?

Diese Grenzen aber ohne Druck und Anschreien...etc. vermittelt?

 

Ich mache die Erfahrung, das viele Kunden das nicht sofort beantworten können.

 

Sie wissen nicht, wie in der Hundeschule gearbeitet wurde.

Sie wollten einfach nur irgendwas mit ihrem Hund machen und haben vielleicht gehört,

das Hundeschule XY "gut" sei.

Oder weil es eben so ist , das jeder in die Hundeschule XY geht oder das es dort nicht so teuer ist.

Oder, oder oder.

 

Oft wird dann eine Schnupperstunde angeboten, alles läuft (noch) ganz gut.

 

Und meistens bleiben die Kunden lange bei der Hundeschule....OBWOHL:

 

Sie vielleicht von Anfang an das Gefühl hatten, das es doch nicht so pralle ist.

Sie hatten den Eindruck, das sie mit der Methode XY nicht richtig klar kommen,

auch nach Wochen oder Monaten nicht.

Oder der Trainer war gar nicht symphatisch.

 

Es gibt noch 100fache Beispiele, bitte jetzt nicht festnageln.

 

Ich habe an dieser Stelle eine Bitte:

 

Schaut euch die Methode der Hundetrainer KRITISCH an.

Und bitte fragt nach.

Nicht jede Methode ist passend für Hund und Halter, nicht alles ist einfach so umsetzbar,

bitte hört auf euer Bauchgefühl.

Ihr wisst doch, wann es besser wäre, zu gehen.

Im Grunde wissen wir es alle, nur haben wir verlernt, darauf zu hören.

 

Bitte murkst nicht monatelang mit euren Hunden herum, obwohl ihr eigentlich

hinter der Methode gar nicht steht, bitte macht das nicht.

 

Es gibt in der Hundeerziehung nicht soviel "richtig" oder "falsch".

Ich würde eher sagen: "passt" oder "passt nicht".

Ein NO GO ist natürlich alles, was über die Gewaltschiene läuft, aber das versteht sich ja von selbst.

 

Bitte macht euch Gedanken über eure Hunde und über das, was euch wichtig ist.

Und bitte überlegt, was ihr dafür tun würdet, wieviel Bereitschaft ihr mitbringt,

auch an euch zu arbeiten.

Denn ohne euch gehts nicht.

 

Vielen Dank, eure Judith

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0